WordPress 5.7 „Esperanza“

Wir stellen die wichtigsten Features und Verbesserung der neuen WordPress Version vor

Mit über 60 Prozent Marktanteilen ist WordPress nach wie vor das weltweit meistgenutzte Content-Management-System. Damit basieren etwa 34 Prozent aller im Internet verfügbaren Webseiten auf WordPress. Es ist also kein Wunder, dass die WordPress Entwickler-Community kontinuierlich daran arbeitet, die neuesten Webstandards und -prinzipien in das populäre CMS zu integrieren, um das System zukunftsfähig zu halten.

Version 5.7 ist das erste von drei für dieses Jahr geplanten Updates und es enthält 68 neue Features, Features Requests und Erweiterungen. Außerdem sind bei Version 5.7 erstmals auch sieben der letzten größeren Gutenberg Plugin-Releases in die Kernfunktionalität von WordPress integriert worden.

Falls Sie sich fragen, warum WordPress 5.7 den Beinamen „Esperanza“ trägt, so ist das schnell erklärt. Die Entwickler haben sich nämlich bei der Namensfindung von der US-amerikanischen Jazz-Musikerin Esperanza Spalding inspirieren lassen.

Die wichtigsten Features und Verbesserungen von WordPress 5.7

Aus einer Vielzahl von Neuerungen haben wir die wichtigsten Features und Verbesserung für Sie herausgepickt. Sie machen das Arbeiten mit WordPress noch intuitiver und komfortabler – sowohl für WordPress-Entwickler wie auch für Editoren. Außerdem stellen wir die zweite Phase der Gutenberg-Implementierung vor, die in Version 5.7 stattgefunden hat. Denn die Weiterentwicklung der Kernfunktionalitäten von WordPress steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Full Site Editing (FSE).

8 Top-Neuerungen für Editoren

  1. Eine intuitivere Methode, um E-Mails oder Links für einen Passwort-Reset zu versenden.
  2. Blöcke können jetzt direkt vom Eingabe-Panel per Drag-and-drop eingesetzt werden.
  3. Benutzerdefinierte Icons, Hintergrundfarben und Größen für den Social-Icons-Block.
  4. Die Breite des Button-Blocks kann jetzt in Prozent angegeben werden.
  5. Der Cover-Block verfügt jetzt über eine Ausrichtungsfunktion für die volle Höhe.
  6. Neue vertikale Layout-Variationen für Buttons.
  7. Erweiterungen für wiederverwendbare Blocks.
  8. In der Werkzeugleiste der Blocks kann man jetzt direkt zu den Text-Labels wechseln und die Voreinstellungen wurden neugestaltet.

8 Top-Neuerungen für Entwickler

  1. Einführung einer neuen Farbpalette im Admin-Dashboard.
  2. Neue Systemschrift für den Block-Editor und den Gutenberg-Editor.
  3. Falls Höhe und Breite eines iFrames definiert wurden, kann man jetzt ein loading=”lazy” Attribut hinzufügen.
  4. Robots API mit Filter-Richtlinien.
  5. jQuery Update und Cleanup für Warnungen in der Konsole, die vom WordPress Core erzeugt wurden.
  6. Anpassungen der REST API.
  7. Import-/Export-Erweiterungen.
  8. Ein neuer dynamischer Hook, um den Inhalt eines einzelnen Blocks zu filtern.

Full Site Editing (FSE)

Bislang war es so, dass Themes, Plugins und der systemeigene Content-Editor einen entscheidenden Einfluss auf die Möglichkeiten der Content-Bearbeitung hatten:

  • Themes haben die Logik, die Struktur (Header, Footer, Content-Bereich etc.) und das optische Erscheinungsbild auf der Seite definiert.
  • Plugins haben die Kern-Funktionalitäten erweitert.
  • Mit dem Content-Editor (Classic & Block-Editor) wurden die Inhalte erstellt und bearbeitet.

Dank FSE ist die Verwendung von Blöcken nicht mehr auf den Content-Bereich beschränkt. Das eröffnet Editoren deutlich mehr Möglichkeiten Blöcke einzusetzen, z.B. im Header, im Footer oder in der Sidebar.

5 Gründe, warum man auf WordPress 5.7 wechseln sollte

1. Sicherheit

Das WordPress Team kümmert sich laufend um neu gemeldete Sicherheitslücken und schließt sie. Die neue Version 5.7 enthält alle aktuellen Bugfixes. Das Gleiche gilt für Themes und Plugins. Halten Sie Ihren WordPress Core, aber auch Themes und Plugins immer auf dem neuesten Stand, um die größtmögliche Sicherheit für Ihre WordPress Website zu gewährleisten.

2. Neue Features

WordPress hat sich von einem reinen Blogging-Tool zum weltweit meistgenutzten CMS entwickelt. Das liegt ganz entscheidend daran, dass hier konsequent die aktuellsten Webtechnologien und Best Practices in das System integriert wurden. Damit überzeugt WordPress die ständig wachsende Entwickler-Community und bedient gleichzeitig die Anforderungen des Marktes. Denn der Einsatz neuer Features erleichtert die Nutzung des Systems, spart Zeit und verbessert die User Experience.

3. Bugfixes

Egal wie intensiv ein System oder eine neue Version vor dem Release getestet wird, es gibt keine Software, die komplett fehlerfrei ausgeliefert wird. Die Fehler zeigen sich oft erst in ganz spezifischen Anwendungsfällen in der Praxis, auch bei WordPress. Die sehr aktive WordPress Community dokumentiert diese Bugs und meldet sie an das WordPress Team, das sich umgehend um die Bugfixes kümmert. Wer ein möglichst stabiles und zuverlässiges System nutzen möchte, sollte daher stets die aktuelle Version von WordPress einsetzen, die alle aktuellen Bugfixes enthält. Das Gleiche gilt auch für Themes und Plugins.

4. Performance

WordPress Entwickler sind stets darum bemüht die Ladegeschwindigkeiten des Systems zu beschleunigen. Mit jedem neuen Release kommen deshalb auch immer einige Performance-Verbesserungen, die die Nutzung von WordPress Webseiten aus Anwendersicht optimieren. Geschwindigkeit spielt aber nicht nur bei der User Experience eine entscheidende Rolle, sondern ist auch ein wichtiger Faktor für SEO. Um maximale Performance für Ihre WordPress Webseiten zu erzielen, sollten Sie daher immer die aktuelle WordPress Version einsetzen. Weitere Tipps zur Optimierung von Geschwindigkeit und Performance bieten die WordPress Guidelines.

5. Kompatibilität

WordPress Core, Themes und Plugins bilden ein eigenes Ökosystem mit wechselseitigen Abhängigkeiten. Immer wenn eine neue WordPress Version veröffentlicht wird, ziehen die Entwickler von Themes und Plugins nach, um diese an die neuen Technologiestandards von WordPress anzupassen und die neuesten Features und Verbesserungen des WordPress Core nutzen zu können. Um dieses dynamische Gleichgewicht herzustellen, das für maximale Kompatibilität zwischen WordPress Core, Themes und Plugins sorgt, sollte man immer mit den neuesten Versionen arbeiten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass eine Website nicht zu 100 Prozent funktioniert.

Fazit

Die neuen Features und Verbesserungen von WordPress 5.7 „Esperanza“ machen einen generellen Wandel im Bereich der Webentwicklung sichtbar. Die Zukunft von CMS-Plattformen geht eindeutig in Richtung Full Site Editing (FSE). Weitere Informationen zu diesem Paradigmenwechsel bei WordPress finden Sie hier:

Blocks API

Block-basierte Themes(experimentell)

Block Patterns API (experimentell)

Martin Kirmaier | Vorstand der coma AG

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