PIM-Anbindung
ans CMS

Wann macht ein PIM Sinn und wie kann man es ins Content-Management-System einer Website integrieren?

PIM steht für Product Information Management und ist eines der ganz großen aktuellen Themen im digitalen Marketing. Ein PIM ist ein System, in und mit dem ein Unternehmen seine Produktdaten erfasst, pflegt und aufbereitet, um die Daten zur Weiterverwendung in verschiedenen Ausgabekanälen und Medien bereitzustellen.

Einer dieser Ausgabekanäle kann die Unternehmenswebsite oder ein Online-Shop sein. Im Folgenden stellen wir die Funktionsweise eines PIMs und seine Vorteile vor und zeigen, wie die Anbindung an die beiden großen Content-Management-Systeme TYPO3 und WordPress gelingt.

Inhaltsverzeichnis

Wie funktioniert ein PIM?

Die zugrundeliegende Idee eines PIMs ist eine möglichst effizienten Datenverwaltung. Sämtliche Produktdaten – hier kann es sich sowohl um reine Textinformationen, als auch um Medien wie Bilder und Videos handeln – werden in einem System zentral gebündelt, harmonisiert und medienneutral aufbereitet, damit eine automatisierte Ausspielung der Daten in unterschiedlichen Medien möglich ist.

Die Informationen können aus ganz unterschiedlichen Quellen stammen. Es kann sich um technische Informationen aus der eigenen Produktion oder von Zulieferern handeln, aber auch um werbliche Informationen aus der Marketingabteilung oder logistische Daten aus dem ERP-System. Die im PIM erfassten Daten können dann für verschiedenste Zwecke weitergenutzt werden, z. B. für den Online-Shop, für einen gedruckten Katalog, für Produktetiketten und -verpackungen, für Produktdatenblätter u.v.m.

Welche Vorteile bietet ein PIM?

Verbesserung der Datenqualität:

Ein PIM sorgt für Konsistenz, Vollständigkeit und Vereinheitlichung der Produktinformationen über alle Medien und Kanäle hinweg.

Reduzierung von Kosten:

Die Zentralisierung der Daten verhindert, dass Produktinformationen für unterschiedliche Verwendungszwecke in jeweils eigenen Systemen getrennt voneinander gepflegt werden. Der Aufwand für mehrere parallele Datenverwaltungen entfällt.

Verkürzung der Time-to-market:

Prozesse werden beschleunigt, weil alle relevanten Informationen zentral bereitgestellt und dadurch schneller abgerufen und weiterverarbeitet werden können.

Wann macht ein PIM Sinn?

Ob ein PIM für ein Unternehmen sinnvoll ist oder nicht, ist keine Frage der Unternehmensgröße.

Folgende Aspekte sind entscheidend:

  • Umfangreiches Sortiment mit einer Vielzahl von Produkten.
  • Produktinformationen stammen aus zahlreichen Quellen: viele verschiedene Hersteller, Zulieferer oder unternehmensinterne Abteilungen.
  • Produktinformationen werden für unterschiedlichste digitale und analoge Ausgabekanäle genutzt.
  • Produktinformationen werden für den internationalen Vertrieb benötigt.

Welche PIMs gibt es?

Das Angebot an Produk­­t­informations­­­managementsystemen ist ziemlich groß. Wir haben hier 6 PIMs ausgewählt, die wir kurz vorstellen möchten.

4ALLPORTAL

Damit lassen sich Produktinformationen bequem erstellen, ergänzen, verwalten und optimieren.

Akeneo

Eine einfach zu bedienende und ausgesprochen flexible PIM-Lösung mit einem sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Contentserv

Intuitives PIM-System für die gezielte Omnichannel-Produktkommunikation.

inRiver PIM

Bestens geeignet für eCommerce, ermöglicht Lösungen sowohl on-site als auch in der Cloud.

Pimcore

Weltweit führende Open-Source-Lösung für Produktinformationsmanagement.

Plytix

Cloud-basierte, benutzerfreundliche PIM-Lösung für KMUs.

Weitere Produktinformationsmanagementsystemen finden Sie hier.

Akeneo PIM – flexibel & benutzerfreundlich

Besonders gute Erfahrungen haben wir mit dem PIM Akeneo gemacht. Neben dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt das System mit seiner unglaublichen Vielseitigkeit und Skalierbarkeit. Die Anbindung an gängige Shop-Systeme wie Magento, Shopware, Shopware oder Salesforce ist problemlos möglich. Akeneo ist in unterschiedlichen Editions verfügbar (Community, Enterprise, Cloud) und kann mit folgenden Features punkten:

Einfacher Datenimport:

Produkt-Rohdaten werden einfach aus CSV- oder Excel-Dateien importiert.

Standardisierung & Strukturierung von Daten:

Kategorien, Familien und Attribute lassen sich ganz individuell definieren.

Massenbearbeitung:

Änderungen, die zahlreiche Produkte betreffen, lassen sich per Massenbearbeitung in einem Schritt erledigen.

Asset-Manager:

Multimedia-Assets lassen sich einfach organisieren, anreichern, verknüpfen und transformieren.

Individuelles Rechte-Management:

Jeder Mitarbeiter hat nur auf die Produkte Zugriff, die er für seine Arbeit benötigt.

Vollständigkeits-Check:

Nur wenn die Daten vollständig sind, können sie über den jeweiligen Ausgabekanal veröffentlicht werden.

Data Quality Insights:

Damit kann man die Qualität und Konsistenz der Produktdaten messen, inklusive Verbesserungsvorschläge.

Versionierung:

Damit können frühere Versionen einzelner Produkte wiederhergestellt und sogar mehrere Versionen eines Produktes gepflegt werden.

Datenexport:

Daten lassen sich bequem über die System-Oberfläche, eine API oder einen Marktplatz-Konnektor exportieren.

Anbindung von Akeneo PIM an TYPO3

Akeneo und TYPO3, das matcht. Das leistungsstarke Produk­tinformations­managementsystem ist die ideale Ergänzung zu TYPO3, einem der führenden Content-Management-Systeme für Enterprise-Lösungen. Um aber die umfangreichen Produktinformationen aus dem PIM an das komplexe CMS anzubinden und möglichst smart auf der Website auszuspielen, benötigt man eine entsprechende Schnittstelle bzw. Erweiterung. Die kann man entweder komplett selbst entwickeln. Dann hat man eine Lösung, die exakt den individuellen Anforderungen entspricht. Oder man setzt eine bereits existierende Extension ein. Zum Beispiel den Product Manager (pxa_product_manager) von Pixelant, der u.a. mit einem umfangreichen Filtersystem, individueller URL für jedes Produkt und responsivem Design auf allen Geräten überzeugen kann.

Egal ob individuell entwickelte Erweiterung oder bereits existierende Extension aus dem TYPO3 Extension Repository, für die Integration eines PIMs in eine TYPO3-Website sollte man sich professionelle Unterstützung holen. Damit sich die Vorteile eines PIMs wirklich bezahlt machen.

Anbindung von Akeneo PIM an WordPress

PIM und WordPress, macht das Sinn? Auch Unternehmen, für die eine wenig komplexe, auf WordPress basierende Website die optimale Lösung ist, können über ein überaus umfangreiches Produktsortiment verfügen. Hier macht es durchaus Sinn, ein PIM einzurichten und dieses an die WordPress-Webseite anzubinden. Und genau dafür bietet das PIM Akeneo eine entsprechende Extension, den WordPress CMS Akeneo Connector. Damit lassen sich die Produktinformationen aus Akeneo PIM problemlos in die WordPress-Website integrieren.

Hier eine kleine Auswahl der Features:

  • Multipler Datenexport aus dem PIM für unterschiedliche WordPress-Seiten
  • Übernahme der PIM-Kategorien als Kategorien auf der Website
  • Produktfilter nach Kategorien, Familien, Status, Datenvollständigkeit u.a.

Fazit

Das Thema Produkt­informations­management wird für immer mehr Unternehmen zu einem wichtigen Business Driver werden. Entscheidend ist letztlich, welches PIM die optimale Lösung für die jeweiligen Anforderungen bietet und wie die Anbindung des PIMs an die unterschiedlichen Ausgabekanäle gelingt,

etwa an die Unternehmens-Website oder einen Online-Shop. Hier kommt es darauf an, die richtigen Partner für eine kompetente Beratung und zuverlässige Realisierung zu finden.

Martin Kirmaier | Vorstand der coma AG

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